Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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na's Loos. Ich war den ganzen Tag auswaͤrts, thaͤtig und beſchaͤftigt, und ſah viele Menſchen, ſie aber war zu Hauſe und faſt immer allein, arbeitete oder las auf ihrem Sitze am Fenſter, oder wartete die Blumen im Garten. Es konnte keine abgeſchiedenere, keine einfoͤrmigere Lebens⸗ weiſe geben, und dennoch war ſie ſo weit davon entfernt, dieſes Lebens muͤde zu werden, oder zu murren. Ich fand immer, wenn ich heim kam, daſſelbe ſuͤße, zufriedene Laͤcheln in ihrem Geſichte, immer denſelben ſtillen Frohſinn, im⸗ mer dieſelbe milde, vertrauende Zaͤrtlichkeit, und jeder Blick, jede Gebehrde ſagte deutlicher als Worte: Du biſt mein Mann— ich bin gluͤcklich.

An den Sonntagabenden, wenn nicht etwa ein Krankenbeſuch mich abhielt, gingen wir am Fluſſe hinauf, um bei Mutter Baird Thee zu trinken. Die gute Alte empfing uns mit Stolz und Freude, nannte uns ihre lieben Kinder, und ſagte, ſie koͤnnte nun gluͤcklich ſterben.

Ich war mittlerweile nicht nur immer in meinem Berufe beſchaftigt, ſondern machte auch ſchnelle und merkliche Fortſchritte in den Kennt⸗ niſſen, die er forderte. Meine Bemuͤhungen war