Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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Mein Goͤnner war lange der geſuchteſte Wund⸗ arzt in dem Staͤdtchen geweſen, und faſt auch in der ganzen umliegenden Gegend, einem wil⸗ den, meiſt als Weideland benutzten Bezirke. Ich legte mich ſelten zur Nachtruhe nieder, ehe ich einen der ſtaͤrkſten Wallachen, den je die Inſel Mull ausfuͤhrte, zu Schanden geritten hatte, und es war zehn gegen eins darauf zu wetten, daß ich nicht zwei Stunden ſchlafen konnte, ohne wieder aufgeſtoͤrt zu werden, um vielleicht zehn bis funfzehn Meilen ſogleich zu⸗ ruͤcklegen zu muͤſſen. Kein Araber in der Wuͤ⸗ ſte verbraucht mehr Steigbuͤgelleder, als ein wohl beſchaͤftigter Landwundarzt in Schottland. Ich kann wohl ſagen, ich lehte nur auf dem Pferde. Dieſe beſchwerliche Lebensweiſe war jedoch nicht ohne ihre Annehmlichkeiten. Ich ritt gern Tag fuͤr Tag, und hatte das Landle⸗ ben ſo lieb als das Landvolk. Es machte mir Freude, um Mitternacht durch windige Thä⸗ ler zu fliegen, und mit meinem Pferde durch toſende Bergſtroͤme, oder ſelbſt durch einen klei⸗ nen See zu ſchwimmen, war fuͤr mich nicht mehr als ob ich mein Fruͤhſtuͤck gegeſſen haͤtte, wozu, beilaͤufig geſagt, jene Anſtrengungen die