*— 215— Es war eine finſtre windige Nacht, und dle alten Baͤume um das Schloß ſeufzten und die Blaͤtter fielen dick auf mich herab.
Ploͤtzlich ſprengten zwei Reiter dicht an mir voruͤber. Der erſte hielt ſein Pferd an, und das Licht aus der Halle erleuchtete Las⸗ celyne's Geſicht. Er ſtieg ab, und ich mußte hoͤren, was er ſeinem Reitknechte befahl. „Sagt ihnen, ſprach er, meine Gemahlinn wollte den Wagen morgen gleich nach dem Fruͤhſtuͤcke haben. Meine Pferde ſollen zu gleicher Zeit bereit ſein. Wir haben eine ziemlich lange Tagreiſe.“
Gut, gnaͤdiger Herr, ſprach der Diener, und der Eine ging ins Haus, der andre in die Staͤlle.
Ich ſchlich eine Weile durch das Gehoͤlz, und vergrub mich dann in meine Stube. Ich brauche nicht zu ſagen, daß ich die hohe Ge⸗ ſellſchaft am naͤchſten Morgen nicht mit mei⸗ ner Gegenwart bei dem Fruͤhſtuͤcke beehrte.


