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verlaſſen und verſchloſſen, und als er bei dem Pfarrer ſich erkundigte, erfuhr er, daß die Herrinn des Schloſſes vor etwa drei Wochen mit ihrer kleinen Tochter nach Edinburgh ge⸗ gangen war. Die gaͤnzliche Veroͤdung des al⸗ ten Hauſes bewegte meinen Vater nicht we⸗ nig, und er kam gegen Abend in einer ſehr duͤſtern Stimmung zuruͤck.
Es war eine ſtuͤrmiſche Regennacht. Nach dem Abendeſſen ſaß mein Vater gegen elf Uhr allein am Kamin, als er ein Geraͤuſch
am Fenſter hoͤrte. Er glaubte anfaͤnglich, es 2
waͤre der Regen, und ſah ſich nicht um, bis es noch einmahl pochte. Die Fenſterladen waren nicht verſchloſſun, und er ſah deutlich eine Menſchengeſtalt, bleich, wild ausſehend, unbeweglich, mit einem langen Barte, und einem graͤßlichen Hieb auf der Stirne. Auf den erſten Blick erkannte er ſeinen Bruder, aber er ſtarrte einen Augenblick beſtuͤrzt ihn an, ohne aufzuſtehen, in dem Glauben, ſein Bruder waͤre nicht mehr am Leben. Mein Oheim oͤffnete das Fenſter und mein Vater half ihm beim Einſteigen. Er ſtuͤrzte in ſeine Arme, ohne ein Wort zu ſa⸗


