Teil eines Werkes 
1. Band (1821)
Entstehung
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— 359— Minna. (lächelnd“ etwas kämpfend) Ob Sie auch recht geſehn? Im Zukunftsſpiegel können 3 Wir ſelten deutlich ſehn. Ein Flor verhüllt ihn ja.

Eduard.(feurig) Nun ja, ich zog ihn auch ganz leiſe, leiſ' empor— Da ſahen freundlich lächelnd— Sie hervor! O machen Sie es wahr, daß nicht der Spiegel

nicht lüge! 4 Minna. Der Spiegel lügt mir nicht, wenn ich mich ſelbſt .. trüge. Eduard.

Nur Ein Betrug ſchmerzt mich, ich will ihn nennen: Wenn jenes Lächeln, das am Bilde ich geſehn, Das Urbild für das Sein'ge nicht möcht' erkennen.

Minna. (zögernd, dann ihn anlächelnd) Des Malers wegen, nun, ſo mags geſchehn!

Eduard.(ſchnell) Und wenn ein Ja, das dort vom Roſenmunde Zu ſchweben ſchien, nicht in der ſchönen Stunde, Wo mich des Malers Ueberredung ſo entzückte, Wenn mich dieß Ja nicht auch, wie dort, beglückte.