Teil eines Werkes 
1. Band (1821)
Entstehung
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Deinen väterlichen Worten ſo glauben? wird ſie Vernunft annehmen?

Sie ſoll aber Vernunft annehmen! rief Ei⸗ ſenbruch: jeder Menſch ſoll Vernunft annehmen, wenn ſie ihm von Verſtändigern gepredigt wird. Ich werde mit ihr reden, und ihr die Sache vor⸗ ſtellen, thue Du auch das Deinige, und ſo denke ich, wird es wohl ohne Machtſpruch abzumachen ſeyn. Beſſer eine Thräne nach dem Nein, als Tauſend nach dem Ja. Da iſt die Tochter meines Freundes Waldeck in Waldorf, ich habe heute mit der Poſt Briefe bekommen, die iſt nun an einen Sonderling verheyrathet, wie Du weißt, der Seebald heißt. Nun, ich hab es meinem Freund gleich damals geſchrieben, als er mir des Menſchen Leben mittheilte: ein Mann, der leicht⸗ gläubig, eiferſüchtig ohne Grund, ein kleinlicher Pedant iſt, und von dem Leben eine Anſicht hat, wie eine Auſter für den iſt uUlrike kein Weib.

Das ſollte mir Leid thun, ſagte Emilie. Ich kenne zwar ulriken nicht perſönlich, aber nach

dem, was ich von ihr gehört habe, verdient ſie

ein beſſeres Loos.