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ſpäteten ſich, und mußten brav Thorſchluß zahlen. Jetzt, lieber Himmel! Alles will gerne das Sperr⸗ geld ſparen, und läuft, daß es nach Hauſe kommt. Wären nicht die Fremden noch, die wir derb an⸗ greifen, wir hätten kein Oel, nur die Angelhaken am Thor einzuſchmieren. Was bleibt da für un⸗ ſer einen übrig? Die alte gute Zeit iſt vorüber —— zwey Groſchen gut Geld, Herr Seebald.
Dieſer ließ ein hartes Stück Geld wechſeln, und bekam in der Dämmerung eine Handvoll ver⸗ blichener Scheidemünze, die in der Folge nicht mehr von ihm weichen wollte. Wo fahr ich hin? fragte der Kutſcher.
Der Thorſchreiber bezeichnete ihm das Haus. „Herr Rath und Floßinſpector Seebald. Empfehle mich allerſchönſtens, mein beſter Herr!“
Seebald fand ſeinen Vater ſehr krank, ſeine Schweſter, deſſen Wärterin, war in Verzweiflung, weil ſie ſchon drey Mal vergebens nach dem Arzt geſchickt hatte. Der Alte empfing ſeinen Sohn unter den heftigſten Schmerzen.„Aber, lieber Vater, ſagte dieſer, muß es denn gerade Quiri⸗
— bus ſeyn? Es giebt ja doch ehe Aerzte hier, ſo⸗ viel ich mich erinnere.“
Wie Du's verſtehſt, ſagte der Alte. Quiri⸗
nus kennt meine Natur, der weiß, wo mirs ſitzt.


