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dem Bette, freylich— ein bischen eigen wohl— meine Frau hat manchmal geklagt, wie bitterböſe Sie werden könnten, wenn ſie z. E. aus Verſe⸗ hen den Milchdeckel auf die Kaffeekanne gedeckt hätte, oder ſo etwas; aber du lieber Gott, der Menſch iſt Menſch. Und bezahlt haben Sie— ja, ſo was wird mir ſobald nicht wieder geboten. Nicht etwa auf den Tag, nein, auf die Stunde,⸗ auf die Minute; jeden Erſten Mittags halb ein Uhr kamen die lieben, lieben Kronthälerchen an, kein falſch Stückchen drunter, ſo wahr ich lebe, die ganze Zeit nicht— auch nichts verſetzt, nichts verkauft, keine Schülden gemacht— ich weiß nicht, was ich ſagen ſoll! Binel, bring doch was zu trinken, vom Beſten, verſtehſt du mich— zum Valet. Seebald verbat. Es iſt meine Zeit noch nicht, ſagte er, daß ich trinken kann.— Auch nicht ein Gläschen Bier? fragte der Freygebige. Ich danke ſehr, antwortete Seebald, drückte dem Lobpreißenden die Hand, und ſtieg in den Wa⸗ gen, der ihn nach ſeiner Patezſiatt veindin ſollte. Binel! rief der Wirth, als die Chaiſe fortge⸗ rollt war, und ließ von dem erhaltenen Trinkgeld
einen Speciesthaler in ſeine Weſtentaſche ſchlüpfen:
ſchau her, was ich für Dich habe; der Herr Abi⸗


