57 gen, mein junger Freund— ſo will ich Euch nennen— haͤtte ich mit Eurem Vater ſo viele Stunden zugebracht, als mein gutes Gluͤck mich heute in Eurer Geſellſchaft finden ließ, ſo wuͤrde das Vaterland vielleicht noch einen der wackerſten Maͤnner ſeines alten Adels beſitzen, und ich wuͤrde mir den Schmerz er⸗ ſpart haben, in Feindſchaft von einem Man⸗ ne zu ſcheiden, deſſen Eigenſchaften ich ſo ſehr bewunderte und hochachtete.
Er legte das Tuch vor das Geſicht. Auch Edgar war bewegt, aber ſchweigend erwartete er den Verfolg dieſer ſonderbaren Mittheilung.
Es iſt nothwendig und dienlich, Euch zu unterrichten, daß es viele Punkte zwiſchen uns gab, worin ich zwar eine genaue Be⸗ ſtimmung meiner geſetzlichen Rechte durch rich⸗ terlichen Ausſpruch wuͤnſchen mußte, die ich aber nie uͤber die Graͤnzen der Billigkeit hin⸗ aus zu verfolgen die Abſicht hatte.
Es iſt unnoͤthig, erwiederte Edgar, uͤber dieſen Gegenſtand weiter zu reden. Was das
1


