Teil eines Werkes 
1. Theil (1820)
Entstehung
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In allen ihren aͤuſſern Beziehungen aber, rieß ſich Luzie willig von dem herrſchenden Ein⸗ fluſſe ihrer Umgebungeu leiten. In den mei⸗ ſten Faͤllen war die Wahl zu gleichgiltig fuͤr ſie, als daß ſie zum Widerſpruche geneigt gewe⸗ ſen waͤre, und ſie fand leicht in der Meinung ihrer Angehoͤrigen irgend einen beſtimmenden Grund, den ſie bei einer ſelbſtaͤndigen Wahl vielleicht vergebens geſucht haͤtte. Jeder Leſer wird wohl in irgend einem haͤuslichen Kreiſe ein ſanftes, nachgiebiges Weſen kennen, das unter kraͤftigern, feurigern Gemuͤthern nur von fremdem Willen geleitet wird, und eben ſo we⸗ nig Kraft zum Widerſtande zeigt, als die Blu⸗ me, welche auf des Stromes fluͤchtige Welle ge⸗ worfen wird. Gewoͤhnlich wird ein ſo gefaͤlli⸗ ges, ſanftes Gemuͤth der Liebling derjenigen, deren Neigungen es die eigene Neigung ohne Murren bereitwillig zum Opfer bringt.

Dieß war in hohem Grade Luziens Fall. Ihr ſtaatskluger, behutſamer, weltlich geſinnter Vater, fuͤhlte eine Zuneigung gegen ſie, deren

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