17 erhalten, als Macbeths kuͤhnes Streben in den Tagen der Vorzeit.
Seine Gemahlinn war von aͤlterem Adel als er, aus dem edlen Geſchlechte Douglas; ein Vortheil, den ſie aufs Beßte zu benutzen nicht ermangelte, um ihres Mannes Einfluß auf Andere, und, wenn man ſie nicht hoͤchlich ver⸗ laͤumdet hat, ihren Einfluß auf ihn, zu be⸗ haupten und auszudehnen. Sie war ſchoͤn ge⸗ weſen, und noch immer hatte ihr Aeuſſeres Wuͤrde und Hoheit. Mit ſtarker Geiſteskraft, mit heftigen Leidenſchaften begabt, hatte ſſe durch Erfahrung gelernt, jene anzuwenden, und dieſe, wo nicht zu maͤßigen, doch zu verhehlen. Sie beobachtete ſtreng' und puͤnktlich wenig⸗ ſtens die aͤuſſeren Andachtgebraͤuche; in ihrer Gaſtfreundſchaft zeigte ſie Pracht, ja ſelbſt Prunkſucht; ihr Betragen war ernſt, wuͤrdevoll und genau abgemeſſen nach den Vorſchriften der Umgangfitte. Nie hatte ſich die Laͤſterung an ihren Ruf gewagt, und dennoch nannte man dieſe Frau, bei allen jenen Eigenſchaften,
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