Teil eines Werkes 
4., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 10.-12. Bändchen (1845)
Entstehung
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überwältigend, heran, kein Hinderniß konnte ſie aufhalten, höchſtens ihren Lauf momentan verzögern; dann ſtürzte ſie tollkühn weiter. Das Dorf war gewonnen; die Preußen zogen ſich zurück und begannen mit ihren Kanonen heftig auf uns zu feuern; Kavallerie ſprengte vorbei und ſäbelte Alles nieder, was nicht innerhalb der Mauern Schutz fand. Indeſſen war der Poſten unſer, der Schlüſſel ihrer Stellung war in unſern Händen und Ney ſandte drei Bo⸗ ten nach einander ab, um dem Kaiſer den Erfolg zu melden und ihn in den Stand zu ſetzen, vorzudringen und das preußiſche Centrum anzugreifen. Plötzlich hörte man wildes Geſchrei aus der kleinen Dorfſtraße, die Häuſer ſtanden in Flammen, die Preußen hatten Granaten hin⸗ eingeworfen und die hölzernen Dächer angezündet. Einen Augenblick herrſchte paniſcher Schrecken und in Verwir⸗ rung ward der Ruckzug begonnen; doch bald war die Ordnung wieder hergeſtellt die Sappeure erkletterten die Dächer der brennenden Häuſer und hieben mit ihren Aerten das Holzwerk zuſammen, worauf die lodernde

Maſſe in das Innere der Gebäude hinunterſtürzte. Wäh⸗

rend deſſen hatten ſich die Preußen wieder geſammelt und rückten zum wiederholten Angriff vor der Augenblick war ihnen günſtig. In unſern ungeordneten Reihen herrſchte noch der durch die unvorhergeſehene Gefahr herbeigeführte Schrecken. Nun begann das ſchrecklichſte Blutvergießen,

das je geſehen worden iſt in den ſchmalen Straßen,

in den Gärten, ſelbſt in den Häuſern fochten ſie Mann gegen Mann keiner wollte weichen, Niemand wußte, auf welcher Seite die unterſtützenden Kolonnen waren es war das gräuliche Gemetzel tödtlichen Haſſes auf bei⸗ den Seiten. Mittlerweile brach das Feuer von Neuem aus und unter dem Krachen brennender Balken und im dichteſten Rauche der angezündeten Strohdächer dauerte das Gefecht fort.Vandamme! Vandamme! riefen freudig mehrere Stimmen: