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gewaltigen Stoße wich, ein Mann wüthend hereindrang und mich bei der Kehle packte. Mit einem Sprunge rückwärts kam ich auf die Beine, doch bevor ich meine Piſtole he⸗ ben konnte, ſtürzte er auf mich los und wir rollten beide auf den Boden. Beider Hände faßten die Piſtole, welche der Gegenſtand des Kampfes wurde. Zweimal war ſie auf mein Herz gerichtet, allein meine Fauſt hielt das Schloß, und alle Anſtrengungen meines Gegners konnten ſie nicht losreißen. Endlich machte ich meine rechte Hand von der Säbelquaſte frei, ſchlug ihn mit geballter Fauſt auf den Kopf und ſtieß ihn zurück. Seine Hand gab auf der Stelle nach, ich entrang ihm die Piſtole und ſetzte ihm die Mündung auf die Bruſt. Eine Sekunde noch und er wäre als Leiche vor mir gelegen, als ich zu mei⸗ nem Schrecken und Erſtaunen in meiuem Gegner meinen ehmaligen Freund Henri de Beauvais erkannte. Ich ſchleu⸗ derte die Waffe weg und rief:„Beauvais, vergeben Sie mir— vergeben Sie mir.“ Eine tödtliche Bläſſe bedeckte ſeine Züge, ſeine Augen wurden ſtier und gläſern, er ſtöhnte tief und fiel ohnmächtig zu Boden. Ich netzte ſeine Schläfe mit Waſſer, feuchtete ſeine blaſſen Lippen an und rieb ſeine ſtarren Finger; allein es dauerte lange, bevor er zu ſich kam und als dies endlich geſchah und er aufblickte, ſchloß er ſogleich ſeine Augen wieder, wie wenn mein Anblick ſchlimmer wäre, als der Tod ſelbſt.
„Kommen Sie, Henri,“ ſagte ich,„ein Glas Wein, mein Freund! und Sie werden ſich gleich beſſer fühlen. Danken Sie Gott, daß es nicht ſchlimmer endete.“ Er ſchlug ſeine Augen gegen mich auf, aber mit einem Blick ſtolzer, unverſöhnlicher Strenge, während er kein Wort ſprach.
„Es iſt unbillig, mich deßwegen zu tadeln, Beauvais,“
bemerkte ich.
„Ich ſage noch einmal, vergeben Sie mir.“
Seine Lippen bewegten ſich, ich hörte einige Toͤne,.
aber Worte konnte ich nicht verſtehen.
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