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ihren einzigen Handelsartikel.
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ſtehen; der letzte Ton ihres Geſangs erſtarb auf ihren derpfd, als man die Schritte ſchnell heraneilender Män⸗ ner hörte. 3„—
Ein ſeltſames augenblickliches Gefühl, halb Mit⸗ leid, halb Laune, bewog mich, ſie zu reiten, und ich rief der Schildwache zu—„Laßt das Weib herein!“
Sie hörte die Worte und ſprang behender, als ich erwarten konnte, in den Kaſernenhof, während die Po⸗ lizei eifrig, aber vergeblich nach ihren Opfern ſuchte.
Ich blieb regungslos am Fenſter ſitzen und betrach⸗ tete die jetzt ſtille Straße, als ich an meiner Thüre ein leiſes Klopfen hörte. Ich öffnete ſie und vor mir ſtand die alte Balladenſängerin, ihr zerriſſenes Gewand mit der einen Hand über ihr Geſicht ziehend, während ſie in der andern einen Bündel gedruckter Lieder hielt,


