Teil eines Werkes 
2., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 1. bis 3. Bändchen (1845)
Entstehung
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wartete, rückte ich meinen Seſſel näher an den ſeinigen und bat ihn mit möglichſt wichtiger Miene einen Augen⸗ blick um Aufmerkſamkeit. Bisher hatte ich, theils wegen meiner eigenen Unentſchiedenheit, theils wegen ſeines flüchtigen, gedankenloſen Weſens, nie Gelegenheit ge⸗ habt, ihm meine wirkliche Lage oder meine politiſche Gefinnung, noch weniger meine Abſichten für die Zu⸗ kunft zu erkennen zu geben. Der Augenblick war end⸗ lich gekommen, und ich beſchloß, ihn zu benützen; ich gab ihm alſo ſo gedrängt als möglich eine Erzählung meines Lebens von der Todesſtunde meines Vaters bis zu dem Tage, wo ich in Dublin ihm ſelbſt in die Hände fiel, indem ich nur ſolche Abſchnitte wegließ, welche durch Namennennung irgend Jemand hätten kompro⸗ mittiren können.

Niemand konnte aufmerkſamer ſein, als er war er ſtützte ſeinen Kopf auf ſeine Hand und hörte mit eifriger Neugierde alle meine Nöthen und Aengſten an, gelegenheitlich Beifall nickend und zuweilen durch ſeine geſpannte Miene ſeinen Wunſch ausdrückend, noch mehr zu hören; als ich zuletzt mit dem Eingeſtändniß meines lang genährten Wunſches, in franzöſiſche Dienſte zu treten, herausrückte, ſaß er ſtill dort und ſchien über das Ganze ernſtlich nachzudenken.

Ich ſage Ihnen, Tom, ſprach er endlich, mir voll ins Geſicht ſtarrend und ſeine Hand auf mein Kinn drückend,das iſt ein guter Stoff ein excel⸗ lenter Stoff! verlaſſen Sie ſich drauf!

Ein guter Stoff? Was meinen Sie? fragte ich erſtaunt.

Ich meine, verſetzte er,es iſt Bein daran, Sehne daran, Subſtanz daran auch kommen einige bewundernswürdige Situationen darin vor. Wie würde ſich Fulham machen als Tony Baſſet braune, kurze Hoſen, weiße Strümpfe, hohe Schuhe mit Schnallen ſein aufgelegtes Coſtume; und dann das kleine Ding, Miß Booth, als Nelly; gebt ihr ein paar Lieder; Bal⸗