Teil eines Werkes 
2., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 1. bis 3. Bändchen (1845)
Entstehung
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207 den esprit du corps, von dem Sie ſprechen würdigen zu können.“ 4

„Nichts kommt dem gleich, nichts, beim Jupiter. Da muß ich Ihnen doch eine Geſchichte, eine kleine Anekdote erzählen. Als wir im Neelgharries waren, war ein Tiger auf Einen von uns teufliſch verſeſſen, Forbes war ſein Name.“*

„Des Tigers?“

„Nein, des Kapitäns. Forbes beſaß eine teufeliſche Kunſt, ſich beliebt zu machen— die Weiber waren überall in ihn vernarrt— dieſer Tiger pflegte immer beim Eſſen hereinzukommen und rings herumzugehen, bis er zu Forbes kam, und Forbes gab ihm gewöhnlich ſein Eſſen, gerade wie Sie vielleicht einem Hunde.“ In dieſem Augenblick ſchlug die Schloßuhr, der Sekretär ſtand ſchnell auf.

„Mein theurer Kapitän,“ ſagte er, ſeine Hand auf Bubbletons Arm legend;„es thut mir ungemein leid, aber ich muß in den geheimen Rath eilen. Um vier Uhr werde ich jedoch wieder hier ſein, und wenn Sie mir alsdann die andere Bürgſchaft bringen wol⸗ len, ſo können wir dieſe Kleinigkeit ſogleich in Ord⸗ nung bringen.“ 8

Mit dieſen Worten ergriff er ſeinen Hut, ver⸗ beugte ſich artig rings herum und verließ uns.

„Kommen Sie mit, Tom,“ rief Bubbleton, mich am Arm nehmend;„ein teufliſch guter Kerl das; ich wußte, ich würde ihn mit dem Tiger kitzeln; das iſt jedoch nichts im Vergleich mit dem, was ich ihm er⸗ zählt hätte, wenn er geblieben wäre.“

„Ich bitte um Vergebung, Sir,“ ſagte Barton, zwiſchen uns und die Thüre tretend,„Mr. Burke bleibt in Gewahrſam, bis wenigſtens die Förmlichkeit einer Bürgſchaſt im Reinen iſt.“.

„So bleibt er,“ ſagte Bubbleton;„ich habe es

ganz vergeſſen. Leben Sie wohl, Tom, für eine halbe