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ſeine Fouragierer, dachte ich, als wir in den kleinen Ge⸗ birgsſchlund einrückten; aber Alles war ſtill wie das Grab, und außer dem Geſtampfe unſerer Thiere ließ kein Laut ſich vernehmen. Eine gewiſſe feierliche Stille herrſchte in den hohen braunen Bergen, die ſich gleich gewaltigen Mauern auf beiden Seiten erhoben, mit einem ſchmalen Streifen ſchwarzgrauen Himmels über uns, und der dunkle träge Strom hatte wirklich etwas Beängſtigendes. Keiner ſprach ein Wort; des Maul⸗ thiertreibers luſtige Geſänge verſtummten, er knallte nicht wie früher munter mit ſeiner langen Peitſche, ſondern trieb ſeine Thier mit halb gemurmelten Schelt⸗ worten an, um noch vor Nacht das Dorf zu erreichen.
„Aufrichtig geſtanden, es war auch mir ſelbſt nicht ganz wohl zu Muthe, ich konnte mich von dem Gedan⸗ ken nicht trennen, daß ein Unglück bevorſtehe, und ſo wünſchte ich O'Flaherty in's Pfefferland. Er greift uns zuletzt, dachte ich, an einer Stelle an, wo wir nicht davon laufen können, und wenn ſie nirgends Gelegen⸗ heit haben, zu entfliehen, ſo fechten ſelbſt die Milizen. Inzwiſchen ſchlich der Abend heran, noch zeigte ſich nirgends eine Spur von ihm, und mit innigem Ver⸗ gnügen erblickte ich eine halbe Stunde von uns das blinkende Licht des Dörſchens, wo wir übernachten wollten. Juſt in dieſem Augenblick kam ein Späher, den ich ein paar hundert Schritte vorausgeſchickt hatte, athemlos herangeſprengt.
„Die Franzoſen, Herr Major, die Franzoſen kom⸗ men,’ rief er mit geiſterbleichem Geſichte.
„Wo? auf welchem Weg? wie ſtark ſind ſie? fragte ich, ganz und gar nicht gewiß, ob er nicht die Wahrheit ſpreche.
„Sie kommen in Maſſe!“ rief der Burſche, ‚Dra⸗ goner! hier auf der Straße.⸗
„Dragoner? hier auf der Straße?⸗ wiederholten meine Helden und ſahen einander an, als ſollten ſie alle gehängt werden.


