Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1846)
Entstehung
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ſo könnte ein ſolcher Schritt, wie er beabſichtigte, die ſchlimmſten Folgen nach ſich ziehen.

Was uns ſelbſt betraf, ſo trübten keine ermüdenden Waffenübungen, keine beſchwerlichen Felddienſte, keine läſtigen Inſpectionen den Strom unſerer heiteren Tage. Allerdings mußten hie und da Fouragierzüge unternom⸗ men und gelegentlich Außenpoſtendienſte verſehen werden; aber zu dieſen beiden Geſchäften wurden die Offiziere mit einem Takt ausgewählt, die von des Majors feiner

Charakterkenntniß zeugte; denn während die luſtigen

Kameraden, die ein heiteres Lied zu fingen und ein gutes Glas zu leeren verſtanden, zuverläßig im Hauptquar⸗ tiere zurückgehalten wurden, mußten die minder begabten, minder aufgeweckten Köpfe das Land auf Fourage durch⸗

ſtreifen und ſich als Zielſcheibe für die franzöſiſchen

Scharfſchützen hinſtellen.

Meine eigenen Bemühungen zur pünktlichen Voll⸗ ziehung meiner Inſtructionen fanden nur wenig Auf⸗

munterung und iunterſtützung, und aller Samen, den

ich voll Eifer ausſtreute, ſiel auf ein dürres Land. Die

Cavallerie beſtand allerdings größtentheils aus tüchtigen

und wohlberittenen Leuten, aber ein unordentlicher, ſorg⸗ loſerer, undisciplinirter Haufen von gutmüthigen Ge⸗ ſellen hat gewiß nirgends in der Welt ein Corps ge⸗ bildet.

Monſpons Anſichten waren in allen Zweigen des Dienſtes durchgedrungen; vom Adjutanten an bis zum

Tambour herrſchte durchgängig dieſelbe ſorgloſe Gleich⸗ gültigkeit und Beuteluſt vor. Obſchon dieſe Burſche im

Feuer ſowohl Tapferkeit als Muth entwickelten, ſo ſchwand doch, wenn der Augenblick der Gefahr vorüber war, alle Disciplin dahin, und der einzige Maßſtab, den ſie an den Werth eines Sieges legten, war der Betrag der gewonnenen Beute.

Von Zeit zu Zeit kamen uns die Gerüchte von großen Ereigniſſen zu Ohren. Wir hörten, daß Soult ſeine geſchlagene Armee glücklich reorganiſirt habe und