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Fünfundfünfzigſtes Kavitel. Die Legion.
Meine Dienſte, ſo lang ich bei der Legion ſtand, waren nicht ſehr ausgezeichneter Art und verdienen keine ausführliche Erwähnung. Ihre größte Waffenthat, die Zurückweiſung von Victors Vortrab, war am Morgen des Tages, da ich mich mit ihr vereinigte, ausgeführt worden, und der folgende Monat verging in behaglicher Ruhe auf den errungenen Lorbeeren.
In den paar erſten Tagen freilich war der Major von einer Menge Sorgen geplagt. Da mußte eine De⸗ peſche an Beresford geſchrieben werden, eine andere an die oberſte Junta, ferner ein Brief an Wilſon, der da⸗ mals mit einem Beobachtungscorps weiter oſtwärts ſtand. Außerdem gab es einige Verwundete zu verpflegen, an die heldenherzigen Sieger ſelbſt mußte eine Rede gehalten werden, und endlich hatte man auch einige Gefangene
eemacht, über deren Beſtimmung man noch nicht ganz im Klaren war.
Die Depeſchen machten wenig Mühe; mit ſehr ge⸗ ringen Abänderungen blieb das bereits an Sir Arthur abgeſandte große Original die Grundlage für alle übri⸗ gen. Die Verwundeten wurden nach Alcantara gebracht, unter der Pflege einiger Aerzte, denen Monſoon zum Abſchied die freundſchaftliche Verſicherung ertheilte, daß er ſie, wofern die Kranken alle nicht binnen kurzer Zeit wieder dienſtfähig ſeyen, als untüchtig melden werde. Die Rede, die eine Art von Tagsbefehl vorſtellen ſollte, verſchob er auf einen günſtigen Nachmittag, wo ihm all ſein Portugieſiſch zur Hand ſeyn würde; nur die Gefan⸗ genen verurſachten ihm wirkliches Kopfzerbrechen. Um die gemeinen Soldaten bekümmerte er ſich ſehr wenig, denn ſie waren ja, wie Sir John ſagt, ſterbliche Men⸗ ſchen und Kanonenfutter; aber es befand ſich auch ein Stabsoffizier mit glaͤnzenden Epauletten und Ordens⸗
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