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Kehle iſt wie ein heißer Stein— denken Sie ſich nur, ich war nahe daran gehängt zu werden.“
„Gehängt!“ 1
„Ja es iſt auf Ehre wahr. Schrecklich, ſchrecklich. Es wirkte ſtark auf mein Nervenſyſtem. Und nun ha⸗ ben ſie nicht einmal daran gedacht, mir für meine Lei⸗ den eine kleine Penſion auszuſetzen.“
„Und wer war barbariſch genug, an ſo etwas zu denken, Herr Major?“ 3
„Sir Arthur Wellesley ſelbſt, lieber Charley, kein Anderer.“
„Es muß alſo ein Mißverſtändniß oder ein Scherz geweſen ſeyn?“—
„Ei, der Scherz war verdammt nahe daran praktiſch zu werden. Ich will Ihnen ſagen, wie es zuging. Nach der Schlacht von Vimiera hatte die Brigade, zu welcher ich gehörte, ihr Hauptquartier in San Pietro, einem großen Kloſter, wohin alle Kirchengefäße von vielen Mei⸗ len in der Runde geflüchtet worden waren. Es wurde alſo eine Sergeantenwache vor das Refectorium geſtellt und eine Menge Vorſichtsmaßregeln getroffen, um Plün⸗ derungen zu verhüten, denn Sir Arthur ſelbſt hatte ſpe⸗ zielle Befehle deßhalb erlaſſen. Das war gut, aber dennoch— wie dies zuging habe ich nie herausbringen können— dennoch fanden ſich, als wir den Platz verließen, auf allen Wägen un⸗ ſerer Brigade einige Kleinigkeiten von geringem Werthe unter den Vorräthen zerſtreut— goldene Kelche, ſilberne Leuchter, Marienbilder, elfenbeinerne Kruzifixe, topaſene Heiligenaugen, Märtirerzehen in Silbernetzen und hun⸗ dert ähnliche Dinge.
„Zu allem Unſtern muß einer dieſer verdammten Ochſenwagen juſt an der Straßenbiegung, wo der Ober⸗ befehlshaber mit ſeinem ganzen Stabe ſtand, um die Truppen deſiliren zu ſehen, zuſammenbrechen und heraus rollte neben Brodrationen und Pöckelfleiſch eine ganze Lawine von koſtbaren Reliquien und Kirchenzierrathen. Alles ſtand wie verſteinert da, Niemand verſuchte das


