Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1846)
Entstehung
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Vierundfünfzigſtes Kapitel. Das Abendeſſen.

Ich habe oft üppigere Gerüchte und köſtlichere Weine genoſſen; niemals aber erinnere ich mich eine willkomm⸗ nere Mahlzeit eingenommen zu haben als dieſe.

Unſre portugieſiſchen Gäſte verabſchiedeten ſich bald, ſo daß der Major und ich nach langer Zeit wieder ein⸗ mal zu Zweien an einem luſtigen Feuer ſaßen, während eine wohlgetroffene Auswahl von Flaſchen die Bürgſchaft gab, daß wir vorderhand wenigſtens nicht durch Man⸗ gel an Wein zum Aufbruch genöthigt werden ſollten.

Der Keres iſt nicht übel, Charley; ein wenig, ein klein wenig ſcharf; aber der Nachgeſchmack vortrefflich; und nun, mein Junge, wie iſt es Ihnen denn ergangen, ſeit wir uns nicht mehr geſehen haben?

Gar nicht ſchlecht, lieber Major. Ich bin bereits avancirt. Das Treffen am Duero hat mir eine Lieute⸗ nanteſtelle eingetragen.

Meinen herzlichſten Glückwunſch. Ich werde Sie immer Kapitän nennen, ſo lange Sie bei mir ſind. Ja gewiß, das will ich. Werde ich ja ſelbſt Excellenz ge⸗ nannt! So wahr ich lebe, wir ſind vornehme Leute unter den Portugieſen, und der Dienſt iſt gar nicht übel.

Das glaube ich gern, Herr Major. Sie ſcheinen ſich immer wohl dabei befunden zu haben.

Nein, Charley; nein, mein Junge. Man überſieht uns immer in den Tagsbefehlen und Depeſchen. Wäre das heutige glänzende Treffen von Engländern beſtanden worden doch gleich viel; man wird es uns ſchon danken, und wenn ich im Oberhauſe Baron Monſoon