miſchte; Matilde, die romantiſche, bediente mich; Sparks griff von ſelbſt zu. Sodann lachten wir und erzählten Geſchichten, Sparks wurde aufgfordert zu ſingen, und als er Umſtände machte, quälten wir ihn nur um ſo mehr. Der Major war in ſeiner roſenfar⸗ bigſten Laune, erzählte uns Anekdoten aus ſeinem früheren Leben in Indien, wie er einmal den Contract übernommen, die Armee mit Milch zu verſorgen, und zu dieſem Be⸗ huf eine Menge Vieh angekauft; und wie ſich nachher herausgeſtellt, daß es lauter Ochſen geweſen. Mathilde flüſterte mir einige Worte von Pope in's Ohr. Fanny ſorderte Burton zu einer Wettfahrt zu Waſſer heraus. Sparks horchte auf Alles, was um ihn her vorging, und Mrs Dalrymple miſchte ſich einen ſehr ſchwachen Punſch, welchen ihr Doctor Lucas als Abendtrank ver⸗ ordnet hatte. Noctes coenæque deorum! Man ſage was man will, es waren doch allerliebſte ſehr vergnügte Abendgeſellſchäftchen. Die Mädchen waren anerkannter⸗ maßen ſehr hübſch. Wir ſtanden in der höchſten Gunſt, und als wir uns endlich mit herzlichem Händedruck ver⸗ abſchiedeten, gaben wir ohne alle Hintergedanken das Verſprechen ab, ſie am nächſten Morgen wieder zu be⸗ ſuchen.
Fünfundzwanzigſtes Kapitel. Die Klemme.
Wenn wir einen Augenblick über all die Leiden, Aengſten und ſiebriſchen Aufregungen einer großen Lei⸗ denſchaft nachdenken, ſo erſcheint es in hohem Grade ſonderbar, daß Liebe ſo oft blos durch Müſſiggängerei hervorgelockt werden ſoll, und doch iſt es wirklich der Müſſiggang, der uns am geneigteſten macht ein zärt⸗ liches Verhältniß anzuknüpfen. Wo iſt der Mann zwi⸗ ſchen achtzehn und achtunddreißig, oder meinetwegen auch vierzig, der ohne dringende Geſchäfte, und ohne an


