216 Seit ſo köſtlicher Stoff entgegen ihm winkt,
Vive la Gompagneia!
Worte vermögen nicht die entfernteſte Idee von den Gefühlen des Schazmeiſters zu geben, als dieſe dämo⸗ niſchen Orgien um ihn her aufgeführt wurden. Von Lechmere und einem Andern auf ſeinem Stuhle feſtge⸗ halten, ſtierte er wie ein Wahnſinniger den brüllenden Haufen um ihn her an, und die Verwunderung darüber, daß man ſich gegen einen Mann von ſolcher Stellung ſolche Freiheiten erlauben könne, ſchien ſogar ſeinen Zorn und ſeine Wuth noch zu überſteigen; hie und da ſchien ihm auch der Gedanke durch die Seele zu zucken, wir ſeien Alle zum Tollhaus reif, eine Anſicht, die unſer Benehmen leider nur zu ſehr rechtfertigte.
„So haben Sie alſo heute die Morgenvorleſung, alter Knabe, und ſind im Vorbeigehen ein wenig da hereingekommen. Sie müſſen doch ein herrliches Leben führen,“ ſagte Caſey, der jetzt der betrunkenſte von allen war⸗
„Mr. O'Malley, wenn Sie meinen, daß die Be⸗ gebenheiten dieſes Abends damit abgethan ſeien—“
„O weit entfernt, Herr Doktor,“ verſetzte Power, „ich werde einen Bericht darüber an die Journale ſchicken. In allen Winkeln und Ecken des Koͤnigreichs ſoll man davon ſprechen.“
„Der Schazmeiſter vom Trinity ſoll ſprüchwöͤrtlich werden für einen luſtigen Geſellen, der einen Witz ver⸗ ſteht,“ lallte Fegan.
„Meinet Ihr etwa, ein ſolches Benehmen ſei akade⸗ Rcle ſagte der Doktor mit einem vernichtenden Hohn⸗
ächeln.
„Vielleicht nicht ſo ganz,“ lispelte Melville, ſeinen Gürtel feſter ſchnallend,„aber verdammt luſtig iſt es, he, nicht wahr, Herr Doktor?“ 3
„Hat das Aehnlichkeit?“ fragte Moreton, eine Cari⸗ catur vorziehend, die er ſo eben entworſen hatte.
„O, herrlich,— ſehr gut— vortrefflich! M'Cleary


