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meiſter, kochend vor Wuth;„im Namen des Univerſi⸗ tätsgerichts, laſſen Sie mich ein!“
„Laß doch die Herren herein,“ lallte Curtis, und in demſelben Augenblick wurden die ſchweren Riegel zu⸗ rückgezogen und die Thüre geöffnet, aber ſo ſpärlich, daß nur mit Mühe die dicke Figur des Schatzmeiſters durch⸗ zukommen vermochte.
Sich ſelbſt den Weg bahnend und unbekümmert um die Andern, ſtürmte er heftig durch das Vorzimmer, und ehe noch Curtis ſein Amt als Zeremonienmeiſter verſehen konnte, ſtand er mitten unter uns. Wie ihm bei unſerem Anblicke zu Muthe ſeyn mochte, das weiß der Himmel. Die vielen Figuren in Uniformen bewieſen ihm ſogleich, wie wenig ſeine Gerichtsbarkeit auf die große Maſſe ſich erſtreckte, und er wandte ſich daher ſchnell an mich:
„Mr. Webber—“
„O'Malley, wenn ich bitten darf, Herr Schatzmei⸗ ſter,“ antwortete ich mit einer ungemein höflichen Ver⸗ beugung.
„Gleichviel Sir; Arcades ambo—“
„Je, beide ſind Archidiaconi,“ überſetzte Melville das Latein mit einem Blick zermalmender Verachtung auf den Sprecher.
Der Doktor fuhr gegen mich gewendet fort:
„Darf ich fragen, Sir, ob Sie ſich etwa im Beſitz eines Privilegiums glauben, dieſe Univerſität in eine gemeine Kneipe zu verwandeln?“
„Ich wollte bei Gott, er thäte es,“ ſagte Curtis. „Ihr alter Speiſeſaal gäbe eine herrliche Wirthsſtube.“
„In der That, Herr Schatzmeiſter,“ verſetzte ich ſehr beſcheiden,„ich hatte angefangen mir bereits mit der Hoffnung zu ſchmeicheln, daß unſer unſchuldiges, kleines Feſtgelage Ihnen den Gedanken eingegeben habe, daran Theil zu nehmen.“
„Ich mache demüthigſt den Antrag, das alte Kameel im ſchwarzen Rocke dort zum Praͤſes zu ernennen. Alle,


