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ſte angeſchlagen hatten. Ich meinerſeits ritt mechaniſch dahin, ohne die Gefahren vor mir zu kennen, oder im mindeſten zu beachten. Mein Auge weilte nur auf einem einzigen Gegenſtand; mein ganzes Weſen war in ein unbeſtimmtes, unklares Rachegefühl zuſammenge⸗ drängt. In dieſem Augenblick kam der Jäger zu mir heran.
„Haben Sie Schaden genommen, Mr. Charles? Sind Sie geſtürzt? Ihre Wange iſt voll Blut und Ihre Kleider ſind zerriſſen. Heilige Mutter Gottes, ſein Stiefel iſt ganz zermalmt! Er hört mich nicht. O hal⸗ ten Sie— halten Sie ums Himmelswillen; da iſt das Kleefeld und der breite Graben vor Ihnen; Sie ſtür⸗ zen ſich ja dem Tod in den offenen Arm.“
„Wo?“ rief ich mit der Stimme eines Beſeſſenen. „Wo iſt das Kleefeld?— wo iſt der Graben? Ha, ich ſehe ihn— jetzt ſeh' ich ihn.“
Mit dieſen Worten ſtieß ich meinem Pferd die Sporen in die Seite und war im Augenblick außer dem Bereich der Vorſtellungen des guten Burſchen. Im näch⸗ ſten Moment befand ich mich an der Seite des Kapi⸗ täns. Er wandte ſich, als ich herankam, um; auf ſei⸗ nem Munde ſchwebte noch immer daſſelbe Lächeln— ich hätte ihn erwürgen können. Ungefähr dreihundert Schritte vor uns lag der Graben; er war ungefähr zwanzig Fuß breit und eine Mauer von Backſteinen bildete die Bruſtwehr. Ueber dieſe hinüber verſuchten die Hunde jetzt zu klettern, einigen gelang es, aber bei
weitem die meiſten ſtürzten unter lautem Geheul in den
Graben zurück.
Ich wandte mich gegen Hammersley um; er ſtand hoch in ſeinen Steigbügeln, und als er den ſtarrenden Wall anſah, über welchen die Hunde maſſenweiſe hinab⸗ purzelten, meinte ich,(doch vielleicht meinte ich es auch blos) ſeine Wange entfärbe ſich ein wenig. Ich ſah mich noch einmal um— er hielt ſein Pferd an; ha, es war alſo wahr, er wollte es nicht wagen. Ich drehte


