Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1846)
Entstehung
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wärts. Wie es ihm um's Herz geweſen ſeyn mag, kann ich nicht zu beſtimmen wagen; aber meine eigenen Ge⸗ fühle waren eine ſeltſame Miſchung von kindiſcher Be⸗ geiſterung, Racheluſt und ſorgloſem Uebermuth. Um meinen eigenen Hals war es mir ganz und gar nicht bange, und während ich, meinem Nebenbuhler eine halbe Pferdslänge voran, dahinſtürmte, murmelte ich:„Mag er mir heute hübſch nachfolgen, ſo will ich nicht mehr verlangen.“

Die Hunde hatten gleich anfangs einen Vorſprung gehabt und da ſie im beſten Laufe weiter jagten, ſo blie⸗ ben wir ein wenig zurück. Auf einmal fiel mir ein, daß ich, wenn ich ein kurzes Stück Weg abſchnitte, an die breiteſte Stelle des Fluſſes kommen müßte und ſo die beſte Gelegenheit hätte, ſowohl den Muth meines Freundes als die Leiſtungen ſeines Pferdes auf die Probe zu ſtellen.

Wir ſprengten vorwärts und jagten immer ſchneller, bis wir deutlich das Brauſen des Fluſſes hören konnten. Ich blickte halb auf die Seite und bemerkte jetzt, daß der Kapitän in ſeinen Steigbügeln ſtand, als wollte er das Terrain überſchauen; im Uebrigen war ſein Geſicht ruhig und regungslos, nicht eine einzige Muskel verrieth, daß er in dieſem Augenblick etwas Anderes that, als auf einer Parade galoppiren. Ich ſetzte mich feſt in den Sattel, nahm mein Pferd ein wenig zuſammen und trieb es mit einem Halloh, deſſen Bedeutſamkeit jeder Jäger von Galway ſehr gut kennt, dem Ufer zu. Ich ſah das Waſſer zwiſchen den großen Steinen dahinſtürzen, ich hörte ſein Brauſen, ich fühlte einen Stoß wie eine rico⸗ chettirende Kanonenkugel, und hinüber waren wir, aber mit ſo genauer Noth, daß das Ufer unter den Hinter⸗ füßen des Pferdes zuſammengeſunken war, und das edle Thier alle ſeine Kräfte anſtrengen mußte, um wieder feſten Fuß zu faſſen. Kaum war es von Neuem in Be⸗ wegung, als Hammersley an meiner Seite dahinflog, und ruhig, wie bei einem Wettrennen in ſeinem Sattel