doch wenigſtens gegen Mittag ziemlich trübe, ſo daß wir alle Ausſicht bekamen, gutes Wetter zum Aufſpüren zu erhalten, und als wir uns auf dem allgemeinen Sam⸗ melplatz zuſammenfanden, hörte man Nichts als gegen⸗ ſeitige Beglückwünſchungen über die Veränderung des Wetters. Der junge Blake hatte Miß Daſhwood mit einem ruhigen, wohldreſſirten Pferde verſehen, und da wie gewöhnlich auch alle ſeine Schweſtern, deren jede
ihr eigenes Thier hatte, zu Pferde waren, ſo bekam
unſere Expedition ein recht lebhaftes munteres Anſehen. Ich ſelbſt kam, da ich Badger vorangeſchickt, auf einem Zel⸗ ter angeritten und ſehnte mich herzlich nach dem Augen⸗ blick, wo ich meinen großen Ueberrock abwerfen und die ganze Pracht meines ſchmucken Jagdanzuges entwickeln konnte. Kapitän Hammersley hatte ſich noch nicht ge⸗ zeigt und es wurden allerlei Muthmaßungen angeſtellt, ob er wohl den Weg verfehlt, oder ob er ſich anders beſonnen, oder vielleicht auch die ganze Geſchichte ver⸗ geſſen habe, wie Miß Daſhwood andeutete.
„Wer ums Himmelswillen iſt auf den Einfall ge⸗ rathen, gerade dieſes Revier zu wählen?“ fragte Karo⸗ line Blake, indem ſie mit geübtem Auge die Gegend nach allen Seiten hin überſchaute.
„Im Mühlengrunde iſt ganz und gar keine Hoff⸗ nung vorhanden, einen Fuchs aufzutreiben,“ antwortete der Jäger, eine Nothlüge erfindend.
„Demnach haben Sie nicht im Sinn, uns viel von dem Spaße ſehen zu laſſen; denn ſobald Sie durch die Umzäunungen gebrochen ſind, gehen Sie natürlich für uns verloren.“ 4
„Ich glaubte, Sie folgten immer den Hunden,“ warf Miß Daſhwood ſchüchtern ein.
„Ja, das thun wir allerdings auf gewöhnlichem Grund und Boden, aber hier kann gar nicht die Rede davon ſeyn. Die Gehege ſind für Jedermann zu hoch, und wenn mich nicht Alles täuſcht, ſo werden auch dieſe Gentlemen nicht zu weit kommen; ſehen Sie dort, wo


