Teil eines Werkes 
6. bis 9. Bändchen (Schluß.) (1846)
Entstehung
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jagd zu gewähren. Dieß waren jedoch nicht ſeine ein⸗ zigen Vorzüge: denn er war darauf abgerichtet, an allen paſſenden Kreuzwegen uüber die Hochſtraße zu ſpringen, gelegenheitlich durch die Hauptſtraße eines Dorfes oder über den Marktplatz eines Fleckens zu laufen, über ein Waſſer zu ſchwimmen, wenn es ſeicht genug war, daß man ihm zu Pferde folgen konnte, und ſobald der Grand Maitre in's Horn ſtieß, den Geiſt aufzugeben, mit einer Pünktlichkeit, als hätte er bei Frankoni geſpielt.

Zum Unglück für mich war es mir nicht vergönnt, ſeine Kunſtſtücke zu bewundern; denn kaum waren wir aus dem Gehölze gekommen, als die Hunde losgelaſſen wurden und bald darauf einen Fuchs fanden.

Einige Zeit lang war die Scene ſehr lebendig, da jeder Fläming auf irgend einen Lieblingshund ſein Ver⸗ trauen zu ſetzen ſchien und es war höchſt erbaulich, zu ſehen, mit welchem Eifer jeder den Bewegungen ſeines bevorzugten Thieres folgte, wie er ihm ſchmeichelte und es zur hoͤchſten Anſtrengung ermunterte. Endlich hörte man das Wort wegl und plötzlich gingen die Hunde in's Freie und nahmen ihre Richtung über die Ebene nach einem großen Gehölze oder vielmehr Walde, etwa eine halbe Stunde weit. Der Platz war zum Glücke für die Meiſten unter uns wenigſtens für mich eine offene, wellenförmige Oberfläche, Stoppeln und Rüben waren die einzigen Hinderniſſe, und der Thonboden war weich genug, ſo daß man nicht ſchwer auffallen konnte.

Die Scene war in ſofern luſtig, als rothe Röcke im Galopp einen angenehmen Eindruck machen; außerdem nimmt ſich ſchon das bloße Gedränge von Reitern gut aus. Indeſſen konnte ſogar ein ſo unſportsmännliches Auge, wie das meinige, die Gebrechen der Reitkunſt in meiner Umgebung entdecken den ungeſtümmen An⸗ lauf der Herren, die durch den tiefſten Moraſt durch⸗ ritten, mit verhängtem Zügel und unaufhörlich darauf lospeitſchend; die taumelnden Bewegungen anderer zwi⸗ ſchen der Mähne und den Hüften bei jedem Satze des