Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
Entstehung
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Naſch kreiſete freilich der Wein und wir nickten einanander von Zeit zu Zeit freundlich entgegen, doch alle Anſtrengungen zum fortgeſezten Geſpräche mißlangen, erzeugten nur Mißverſtändniſſe und verkehrte Antworten. Allerdings ſezten meiner Mutter unzählige Vorurtheile der Vollendung unſerer Glückſeligkeit viele Hemmniſſe entgegen, denn ſie würde O' Grady's Plänen eben ſo ſehr wider⸗ ſtreiten als den meinigen, doch war jezt nicht der Augenblick dies zu erörtern, wir umhüllten uns mit den glorreichen Vorgefühlen unſerer Erfolge, und würdigten den nun noch aufſpringenden Quel⸗ len des Widerſpruches wenig Aufmerkſamkeit. Paul gab eine lange und gewiß völlig genaue Aufzählung des Beſtzes Bellew, erzählte alle die ſchlauen Liſten, durch welche er die Galway⸗ Geſchworenen gewonnen hatte, die durchdachten Pläne, mittelſt welchen er widerſtreitende Advoka⸗ ten überflügelte und in faſt hofnungsloſen Fällen günſtige Entſcheidung erlangte; doch hörte ich mit geringer Theinahme zu.

Gegen zehn Uhr gab O' Grady mehr als einen Wink, daß wir verſprochen hatten, den Thee in der Place de Vendöme zu nehmen, wäh⸗ rend ich mich bemühete ausfindig zu machen, ob wir nicht zum Kafs hinaufgehen mögten, in der Erwartung, Louiſe Bellew im Beſuchzimmer zu