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Der hölliſche Scharfſinn, welchen er in die⸗
ſer Art der Folteranwendung entwickelte, hatte
beinahe etwas Beluſtigendes. Es gab keinen Zuſtand der Krankheit, keine Erſcheinung von Körperbeſchaffenheit, keinen Krankheitskarakter noch Bedingniß, welche er nicht zu unmittelbaren Vorzeichen einer oder mehrer bekümmernden Un⸗ fälle ſtempelte. Wurde der Kranke ſchwächer, ſo war dies der Weg des allgemeinen Hinſter⸗ bens; gewann er etwas Kraft, ſo war das ein Aufregen vor dem Tode; zeigte er ſich kleinmüthig, ſo war es am beſten für ihn, ſeinen Zuſtand zu kennen; hegte er dagegen gute Hofnung, ſo machte es ihm ſein Geiſtesmuth zum Vorwurfe und empfahl die Zweckmäßigkeit der Berufung eines Prieſters. Mit allen dieſen beſondern Ei⸗ genſchaftlichkeiten wurde er doch ertragen, und weil er eine gewiſſe rohe Geſchicklichkeit beſaß, nie vor einer kühnen Behandlungsart zurück⸗ ſchreckte, erlangte er die beſte Praxis im Lande und weit verbreiteten Ruf.
In leiſem Tone fragte Vater Tom:„nun, Doktor, was denken Sie heute Abend von ihm?“
„Was ich denke, genau was ich gedacht habe— Congeſtion der Membrane— Jetzt iſt er in niederm Zuſtande, es ſollte mich nicht überraſchen, wenn er in einigen Tagen etwas weniges beſſer
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