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Die Ehrenwache ritt jezt in den Schloßhof, Trommeln wirbelten, Wachen ſtanden unter Ge⸗ wehr, wir hatten nur eben unſere Pferde beſtie⸗ gen, als die Geſellſchaft des Vicekönigs die Wa⸗ gen füllte, und ſo ging's zum Phönir.
„Geſtehn Sie, Hinton, in Irland iſt's der Mühe werth Soldat zu ſeyn.“ O'Grady bemerkte dies, als wir neben des Viecekönigs Wagen durch die Parlamentsſtraße ritten. Seit ſeiner Ankunft war dieſes der erſte Muſterungstag, ganz Dublin war erwartungsvoll geſpannt. Taſchentücher wur⸗ den aus den Fenſtern geſchwenkt— Flaggen und Banner wehten von den Dächern der Häuſer, patriotiſche Sinnſprüche und allegoriſche Dar⸗ ſtellungen von Erin an wohlbeſezter Tafel einem alten Herrn mit der Herzogskrone gegenüber ſizend, ſahen wir an allen Straßencken. Dieſe waren gepfropft voller Menſchen, die Muſik ſpielte St. Patricks Tag, der Pöbel jubelte, der Herzog verbeugte ſich und im ganzen Zuge ſchien kein Unbeſchäftigter. So ging's längs den Kays fort durch barfüßige zerlumpte Bevölkerung, die ſich in kräftigen Wünſchen für Irland's Wohlfahrt heiſer ſchrie. Im Betrachten der verfallenden Häuſer, der abgewitterten, verbrauchten Kutſchen, des beſudelten Prunkes beſſerer Tage, ſagte ich zu mir ſelber, ja mein Vater hatte Recht, dieſes


