Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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Unter einem Schwalle von geiſtvollen, bei⸗ ßenden und wizigen Bemerkungen, drolligen Ge⸗ ſchichten, Anſpielungen und Gegenerwiederungen kreiſete der Wein raſch von Hand zu Hand, des Herzogs Gegenwart feuerte die Scherze an. Anek⸗ doten vom Heere, von der Richterbank und der Advokaten⸗Schranke wurden unaufhörlich er⸗ zählt, begleitet von fortlaufenden Erläuterungen der Zuhörer, die keine Gelegenheit zum Anbrin⸗ gen eines Scherzes oder einer Gegenantwort vor⸗ beigehn ließen. Das wunderbarſte war dabei für mich, daß Keiner zu alt noch zu würdevoll, zu hochgeſtellt im Amte oder zu ehrenhaft im Anſehn ſtand, um nicht in dieſen toſenden Strom der Geſelligkeit mit einzuſtimmen; ſtrenge Kirchen⸗ herren, gelehrte Oberrichter, tiefe Politiker, Ge⸗ heimräthe, hohe Offiziere waren hier in bunter Weiſe vermengt, anſcheinend bemüht, den ernſten Lebensangelegenheiten die lächerliche Seite abzu⸗ gewinnen, ſich ſelber ſo gut, als die Welt zu ver⸗ ſpotten. Nichts war für den Scherz zu ehrwür⸗ dig, nichts zu feierlich füj Spott. Des Kriegers Menſchen⸗Kenntniß und Lebenskunde, des Rechts⸗ gelehrten ſcharfſinnge Auffaſſung und fertiger Wiz, des Politikers geübter Takt und gewohnte Ge⸗ ſchmeidigkeit wurden hier alltäglichen Gegenſtänden mit ſolcher Schnelligkeit und treffender Kraft zu⸗