Teil eines Werkes 
Bändchen 12-15 (1852)
Entstehung
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von ſeinem Munde herab; der Kopf derſelben ruhte auf

dem Fußteppiche. Was mir indeſſen am Meiſten auffiel,

war ein ungeheurer Schnurrbart, der, ſo weiß wie der

Schnee, auf beiden Seiten ſein Schlüſſelbein berührte. Er ſprach keine Sylbe, als ich eintrat, ſondern

ſtarrte mich wohl drei bis vier Minuten ſtrenge an.

3Halb verlegen über dieſe ſcharfe Muſterung und zu⸗

gleich unwillig über einen ſolchen Empfang, war ich im

Begriffe, auf ihn zuzugehen, als er, wie wenn er auf der Parade wäre, ausrief:Halt! Was für ein Regi⸗ ment, Cadett?0

Franz Karl Infanterie, drittes Bataillon, ſagte ich, alsbald mit der Hand ſalutirend.

Ihr Name?

Frank Dalton.a

Ihr Geſchäft?

Ich will meinen Großonkel, den Feldmarſchall von Auersperg, beſuchen.

Und wagen Sie es ſo, Junker, rief er, aufſtehend,

und ſich zu ſeiner vollen Höhe aufrichtend,ſich vor

einem Feldzeugmeiſter der kaiſerlichen Armee zu präſen⸗ tiren? Hat man Sie nicht einmal die gewöhnlichſten Re⸗ geln der Disciplin gelehrt? Hat man Sie noch nicht gelehrt, die angeborene Barbarei Ihres wilden Landes abzulegen, daß Sie es wagen, gegen meinen Befehl vor mir zu erſcheinen?

Ich glaubte, als Verwandter hob ich an.

Was weiß ich von Verwandten, Burſche? Was

wandten genützt? Ich bin in der Welt ganz allein da⸗ geſtanden. Ich habe auf dem Schlachtfelde die Erhaltung meines Lebens keinem Verwandten verdankt; kein Ver⸗

wandter hat mir in der Schlacht von Wagram die blu⸗ tenden Wunden verbunden!

Der Name Dalton. uu Die Daltons. IVV. 5 2