Teil eines Werkes 
Bändchen 8-11 (1851)
Entstehung
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zu beſuchen, ſo lange ſie mit Dir unter einem Dache lebte! rief Grounſell unwillig.

Der Greis legte den Brief bei Seite, und ſchlen einige Augenblicke über Etwas zu brüten.

Wie groß iſt die Summe? rief Grounſell barſch.

Die Summe? Was für eine Summe? fragte Sir Stafford.

Ich frage, wie Viel ſie verlangt, daß ſie eine ſolche Vorrede vorausſchickt?

Beim Himmel! Wäreſt Du nicht ein mehr denn fünfzigjähriger Freund, ſo dürfteſt Du mich nie mehr als ſolchen anreden, rief Onslow leidenſchaftlich.Hat die Mißgunſt Deine Fähigkeiten ſo abſorbirt, daß Dir auch nicht ein einziger guter Gedanke, auch nicht ein einziges gutes Gefühl mehr geblieben iſt?"

Ich muß Dir geſtehen, Onslow, daß der Vorrath, den ich davon hatte, täglich, ja ſtündlich abnimmt, ſagte er mit tieferer, innerer Bewegung, als er bis daher an den Tag gelegt.Es iſt wahrlich ein trauriger Com⸗ promiß, daß, wenn das Alter uns weiſer machen ſoll, es uns auch weniger liebenswurdig macht!

7Du zürnſt mir doch nicht? Du biſt doch nicht beleidigt, Grounſell? ſagte Onslow, mit beiden Haͤnden die Hand des Freundes erfaſſend.

Ganz und gar nicht. Was aber das Temperament betrifft, ſo kann ich mich ebenſo wenig meines Mißtrauens entſchlagen, als Du Deine Leichtgläubigkeit uͤberwinden tunſ⸗ die am Ende doch eine glücklichere Philoſophie 1..

So komm, und lles den Brief, Grounſell! ſagte Onslow, angenehm lächelnd;entſchlage Dich auf einen Augenblick Deiner Vorurtheile, und ſei gerecht, wenn Du nicht großmüthig ſein kannſt.

Grounſell nahm den Brief, und ging an das Fenſter hin, um ihn zu leſen. Es war gerade das, was er er⸗ wartet hatte, eine in glücklichen Ausdrücken abgefaßte