„Ich trinke auf Deine Geſundheit, Kate Dalton,“ ſiel der Vater ein;„ich trinke auf Deine Geſundheit, mein liebes Kind; und wenn Du nur zu mir zurückkommſt, wie Du fortgegangen, ſo verlange ich, bei meiner Seele, Nichts weiter,— ſo verlange ich nichts Groͤßeres.“
„Es wird aus ihr noch eine Herzogin; ſie kann ſo⸗ gar eine Fürſtin werden, ſie darf nur wollen.“
„Wer weiß,— wer weiß?“ ſagte Dalton, indem er den Kopf hangen ließ, und mit dem Löͤffel auf den Zucker in ſeinem Glaſe loshämmerte.
„Jedermann weiß,— Jedermann ſieht es, Mr. Dal⸗ ton,“ ſagte Foglaß beſtimmt.„Vom Erzherzoge Ernſt von Oeſterreich bis zu den Pagen des Hofes ſind Alle ihre Anbeter und Bewunderer. Sie wird zu Ihnen zurückkom⸗ men mit einem ſtolzen Namen und einer hohen Krone in ihrem Wappen,— Mr. Dalton!“
„Zum Teufel, ſie kann nie hoͤher ſteigen, als ſie ſchon jetzt ſteht! Das kann ich Ihnen ſagen. Ueber den Namen der Daltons geht Nichts. Wir haben ihn nicht erſt ſeit geſtern angenommen; es ſind in dem Kirchhofe von Bal⸗ lyhack Grabſteine, die zeigen, wer wir ſind, und wenn ſie den— den— Gott verzeihe mir, faſt hätte ich geſagt, den Papſt heirathete, aber ich meinte den Großtürken, — ſo würde ſie um kein Haar beſſer ſein, als ſie jetzt, als ſie als Kate Dalton iſt.“
„Gewiß würde ſie nicht beſſer ſein, das gebe ich Ihnen zu, nur würde ihre Stellung eine höhere ſein; die Welt müßte ihr mehr Ehre erweiſen,“ ſagt Foglaß ſanft.
„Auch das leugne ich,“ rief Dalton zornig.„Das allerälteſte Geſchlecht iſt das der Daltons. Unſer Name kommt in der Bibel vor. Zwar weiß ich nicht, wo, aber ich glaube, daß er im Buche der Könige ſteht; vielleicht ſteht er auch in den Pſalmen. Aber wo er immer ſtehen mag, ſo viel iſt gewiß, daß jener Dalton ein wahrer Gentleman war,— daß derſelbe auf ſeinem Landgute lebte, und daß er Bediente in Livree, und eine große Menge Pferde


