Teil eines Werkes 
Bändchen 4-7 (1851)
Entstehung
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Von denen ſpreche ich nicht, Herr; ich meine un⸗ ſere unverſchämte, übermüthige Ariſtokratie, die, obwohl aus dem Volke entſprungen, und durch Leute aus dem Handelsſtande oder aus dem Stande der Jurj

die uns ſo behandeln? Der glückliche Spekulant, der eine Million aufgehäuft hat; der General⸗Anwalt, der die Stelle eines Oberrichters errungen; Leute ohne Ahnen, ohne Einfluß auf dem Lande durch ihre Beſitzungen; ein glücklicher Bankier vielleicht mag, wie unſer Freund dro⸗ ben, morgen oder übermorgen als Baron oder Viscount in der Staatszeitung ſtehen, ohne irgend ein anderes Er⸗ forderniß für ſeine neue Stellung, als ſein Geld.

Ich geſtehe, wenn ich eine Schwäche habe, ſo iſt ſie für Lords,1 ſagte Jekyl lächelnd.Ich muß ſie wohl ſehr früh gehabt haben, da ſie wie ein Inſtinkt an mir 3 feſthält.

Ich fühle mich glücklich, zu geſtehen, daß ich keine habe, Herr. Ein ſechshundert Jahre altes, gutes Blut reicht für all' meinen Chrgeiz hin; aber ich bin vor Zorn

außer mir, wenn ich den Uebermuth und die Anmaßung

dieſer neuen Leute ſehe. Am Ende dauern aber doch neue Leute, wie eine neue Uhr, ein neuer Rock und ein neuer Wagen am Läng⸗ ſten. Alt und abgenützt ſind zwei beinahe gleichbedeutende Ausdrücke. 3 Das fſind Gefinnungen, Herr, die Ihnen bei der Famitlie droben vortreffliche Dienſte leiſten dürften, aber ganz weggeworfen find, wenn ſie einem bloßen Landedel⸗ mann, wie ich bin, aufgetiſcht werden. Jekyl lächelte, und zog ſeine Cravatte in die Hoͤhe mit ſeiner gewohnten lächelnden Miene, ſprach aber Nichts. Haben Sie im Sinne, noch länger hier zu bleiben? fragte Haggerſtone kurz. Hoͤchſtens noch einige Tage.