Teil eines Werkes 
Bändchen 1-3 (1850)
Entstehung
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ſagte Haggerſtone zu Jekyl nach einer etwas langen Klage über den wahrſcheinlichen Zuſtand aller Alpenpäſſe.

Ich habe bis jetzt kaum daran gedacht, ſagte der Andere mit ſeinem gewöhnlichen gezierten Lächeln.Man kann kaum ſagen, wo man ſein Zelt aufſchlagen ſoll, bis der Carneval angeht. 1

Und Sie, mein Herr? fragte Haggerſtone ſeinen Genoſſen auf der andern Seite.

Bei meiner Ehre, ich weiß es nicht, ſagte Dalton; es ſollte mich aber nicht wundern, wenn ich hier oder in der Umgegend bliebe.

Hier! Wie, das iſt ja ein Tobolsk, Herr! Sie können gewiß nicht im Sinne haben, hier einen Win⸗ ter zuzubringen?

Ich kannte einmal einen Mann, der es doch that, ſiel Zekyl ſanft ein.Sie zogen ihn am Spieltiſche rein aus; und es blieb ihm daher Nichts übrig, als da zu bleiben. Indeſſen machte er ſich die Sache doch auch wieder in Etwas zu Nutze; denn es ſcheint, dieſe würdi⸗ gen Leute hatten, ſo gut ſie ſich auch auf die große Kunſt, Andere zu Grunde zu richten, verſtehen, die köͤnigliche Taſchenſpieler⸗Kunſt nie geſehen; und Frank Mathews kam über ſie Alle, und es gelang ihm, durch ſeine kleinen Talente ſo viel zu erobern, daß es ihm nie an Runkel⸗ rüben und geſottenem Rindfleiſch fehlte.

War das nicht der Burſche, dem es zu Kilmagund ſo ſchlecht ging? ſagte Haggerſtone in krächzendem Tone.

Etwas paſſirte ihm in Indien, ich wußte aber nie genau, was, ſagte Jekyl lächelnd.Einige ſagten, er habe die Cholera bekommen, Andere, er ſei in den Dienſt der oſtindiſchen Compagnie getreten.

Vermuthe, Herr, in Folge irgend eines unglücklichen Zufalls, ſagte der Oberſt barſch.

Es wäre ihm wenigſtens ganz gleichgültig ge⸗ weſen. Gewiß war er, fuhr der Andere kalt fort,