Teil eines Werkes 
1. bis 4. Theil (1845)
Entstehung
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Zweites Kapitel. Detachirtes Commando.— Burton Arms.— Callonby.

Die erſte Woche nach meiner Ankunft in Kilrush

war mein Leben zum Entſetzen eintönig. Der Regen,

der bei meinem Auszuge aus Limerik angefangen hatte, fiel fortwährend in Strömen herab und ich war ge⸗ fangen in der ſandbeſtreuten Stube meines Wirths⸗ hauſes. Zu keiner Zeit würde ein ſolch ſchnöder Ge⸗ wabrſam angenehm geweſen ſein; aber jetzt, da er den vollſtändigſten Gegenſatz zu Allem bildete, was ich im Hauptqguartier zurückgelaſſen hatte, war er geradezu zum Raſendwerden. Die köſtliche Faullenzerei Vormit⸗ tags, der geſellige Regimentstiſch und die angenehmen Abendpartien waren nunmehr gegen eine kurze Pro⸗ menade von vierzehn Fuß in der einen Richtung und zwölf in der andern ausgetauſcht— denn ſo hoch be⸗ lief ſich bei der genaueſten Berechnung der Durchmeſſer meines Speiſeſaals. Mein Mittageſſen beſtand aus einem Hühnchen mit Beinen ſo blau wie die eines Hockländers im Winter; die Stunden aber, die jeder ehrliche Chriſtenmenſch vergnüglichem Verkehr und an⸗ genehmem Geplauder widmet, verbrachte ich in ver⸗ zweifelter langer Weile, die mich einigemale zu dem mannhaften Entſchluſſe trieb, meinen Lebenswandel zu Jeyen und mich auf immer von loſen Geſellen fern zu alten.

Mein Vorderfenſter ſah auf eine lange, öde, ſchlecht⸗ bepflaſterte Straße hinaus, mit ihrer gebührenden Aus⸗

ſtattung an Miſthaufen und Pfüzen; die Häuſer auf bei⸗

den Seiten waren meiſtentheils ſchmutzig, hatten manch⸗ mal blos halbe Thüren und machten keine andern An⸗ ſprüche auf die Würde von Kaufläden, als ein am Fen⸗ ſter ausgeſtelltes Maß Mehl oder Salz verleihen kann;