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Scharlachrock indeß enthüllte einen guten Theil des Ge⸗ heimniſſes, und nach und nach lagen mir alle Vorkom⸗ menheiten klar vor den Augen, mit einziger Ausnahme der Epiſode von Phil Beamiſh, in Beziehung auf wel⸗ chen meine Erinnerung ſpäter aufgefriſcht wurde— doch ich will dem Gang der Geſchichte nicht vorgreifen. Nur fünf erſchienen an dieſem Tage bei Tiſch und, all⸗ gütiger Gott, wie geſpenſterhaft ſie ausſahen!— Gelb wie Guineen: ſie verlangten unaufhörlich Sodawaſſer und ſprachen kaum ein Wort mit einander. Es war klar, daß der Gemeinderath von Cork größere Ver⸗ heerungen unter uns anrichtete, als Corunna oder Waterloo, und daß, wenn wir nicht unſer Quartier änderten, diejenigen Gentlemen, denen das Klima nicht zu rauh war, auf baldige Beförderung hoffen durften. Nach einem oder zwei Tagen kamen wir zuſammen, und welche Abenteuer wurden da nicht erzählt! Jeder hatte ſeine eigene Geſchichte vorzutragen; die Zahl der Erlebniſſe war ſo groß, daß man hätte glauben ſollen, es ſeien Jahre vorübergegangen, während es ſich blos um einige Stunden einer AÄbendgeſellſchaft handelte. Meine eigenen Abenteuer gehörten keineswegs zu den intereſſanteſten, doch muß ich bekennen, daß ich mit Hülfe der Wahrſcheinlichkeit, welche ich ihnen durch Vor⸗ zeigung des aldermäniſchen Rockes geben konnte, die Palme errang.
Solcher Art war unſer Leben in Cork— Schmau⸗ ſereien, Trinkgelage, Tanzunterhaltungen, Kirchthum⸗ rennen, Taubenſchießen und endlich noch andere kleinere Vergnügungen, welche den kurzen Zwiſchenraum zwiſchen einem ſpäten Frühſtück und der Zeit, wo man ſeine Toilette für's Mittageſſen machen ſollte, ausfüllten; man wird mich hoffentlich hier keiner Ruhmredigkeit be⸗ ſchuldigen, wenn ich hinzufüge, daß unter allen Stän⸗ den und Abſtufungen der Einwohnerſchaft, ſowohl männ⸗ licher⸗, als weiblicherſeits, niemals ein Regiment in höherer Achtung geſtanden hat, als das vierte. Wir


