Teil eines Werkes 
1. bis 4. Theil (1845)
Entstehung
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letzte Ruhe in dem fremden Boden gefunden. Mit einem vermiſchten Gefühl der Wehmuth und Freude ſchauten wir daher auf das friedſame Dörfchen, deſſen weiße Hütten längs am Saume des Hafens zerſtreut lagen. Das gedankenſchwere, düſtere Schweigen, worein wir einen Augenblick verſunken waren, nahm bald ſein Ende: die Vorbereitungen zur Landung hatten begon⸗ nen, und ich erinnere mich bis auf dieſe Stunde, wie ich, die Laſt abſchüttelnd, die mein Herz bedrückte, ein luſtiges Liedchen für mich trillerte, als ich die Lauf⸗ planke hinabging. Und dieſer Elaſtizität meines Ge⸗ müthes, mag ſie nun das Ergebniß meines Handwerks oder eine Gottesgabe ſein, verdanke ich den größern Theil des Glückes, das ich in meinem Leben genoſſen habe, deſſen vielfache Wechſelfälle ſich freilich nicht weit über die Alltagserſcheinungen erheben dürften.

Wir ſtellten uns das Ufer entlang in einer Linie auf, und ich konnte mich kaum eines Lächelns über un⸗ ſere Erſcheinung erwehren. Vier Wochen an Bord eines Transportſchiffes tragen wahrhaftig nicht viel dazu bei, der Perſönlichkeit des darauf eingeſperrten Unglücklichen etwas Würdevolles zu geben; aber man muß außerdem noch in Berechnung ziehen, daß wir ſeit drei Jahren keine neuen Monturen erhalten hatten, ſondern bloß Grenadiermützen, die urſprünglich für ein ſchottiſches Regiment beſtimmt waren, aber für dieſe großköpfigen Menſchenkinder ſammt und ſonders zu klein befunden wurden. Mancher braune und graue Fleck gab dem abgeſchoſſ enen Scharlach unſerer Unifor⸗ men etwas Buntfarbiges, und im ganzen Regiment fand ſich kaum ein einziges Paar Kniee, das nicht ſeine Verpflichtungen gegen einen alten Teppich hatte be⸗ kennen müſſen. Aber bei alldem boten wir eine mann⸗ hafte, wetterfeſte Front dar, und wenn der Vorüber⸗ gehende ſich auch geneigt fühlen mochte, auf unſere Koſten zu lachen, ſo bel ehrte ihn doch der allergeringſte

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