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Lessing's Emilia Galotti : ein Trauerspiel in fünf Aufzügen
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von Ihrem Sohne argwohnen? Aber, es iſt wahr; ich bin heut' ungewöhnlich trübe und finſter. Nur ſehen Sie, gnädige Frau; noch Einen Schritt vom Ziele, oder noch gar nicht ausgelaufen ſein, iſt im Grunde eines. Alles, was ich ſehe, alles, was ich höre, alles, was ich träume, predigt mir ſeit geſtern und ehegeſtern dieſe Wahrheit. Dieſer Eine Gedanke kettet ſich an jeden andern, den ich haben muß und haben will. Was iſt das? Ich verſteh' es nicht.

Claud. Sie machen mich unruhig, Herr Graf—

App. Eines kömmt dann zum andern! Ich bin Fedrrich ärgerlich über meine Freunde, über mich e—

Claud. Wie ſo?

App. Meine Freunde verlangen ſchlechterdings, daß ich dem Prinzen von meiner Heirath ein Wort ſagen ſoll, ehe ich ſie vollziehe. Sie geben mir zu, ich ſei es nicht ſchuldig: aber die Achtung gegen ihn woll es nicht anders. Und ich bin ſchwach

genug ch weſen es ihnen zu verſprechen. Eben wollt

ich noch bei ihm vorfahren. Cl aud.(ſtutzia). Beiſt dem Prinzen?

Neunter Auftritt. Pirro, gleich darauf Marinelli, und die Vorigen.

Pirro. Gnädige Frau, der Marcheſe Marinelli hält vor dem Hanße, und erkundiget ſich nach dem Herrn Grafen.

App. Nach mir?