Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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durcheinander, und als die Muſik die einzelnen und zerſtreuten Geſtalten zu Paaren zu locken begann, da war es, als ſei außerhalb des glänzenden und fröhli⸗ chen Saales keine Welt mehr vorhanden, als gebe es kein Elend und keine Noth, die draußen lauerte, kein Unglück, das an die koſtbaren Thorflügel zu pochen und Einlaß zu fordern vermöchte. In den abwechſelnd⸗ ſten Trachten drängten die Herren und Damen der verſchiedenen Hofſtaaten durcheinander, wäh⸗ rend der Kurfürſt, ſeine Gäſte und die Prinzen nach Venetianerſitte bunte Seidenmäntel um die Schulter geworfen hatten. Alle Welttheile und Nationen hatten Vorbilder geliefert. Neben der Römerin mit dem wei⸗ ßen Sonnendeckel wanderte die Bäuerin aus dem nahen Schwarzwald mit der langbebänderten Haube und die Tirolerin im großen breitrandigen Hut; der Spanier im rothen Haarnetz, geſtickter Jacke und Schärpe ging Arm in Arm mit dem Schotten im gewürfelten Plaid und der Federmütze und dem Türken, der in Kaftan und Turban bedächtig einherſchritt. Zur Erhöhung des Scherzes war für die erſten Stunden das Tragen der Masken geſtattet, die dann auf ein gegebenes Zei⸗ chen ſämmtlich fallen mußten.

Die Prinzeſſinnen verſäumten nicht, in ihren Wahrſagergewändern zu erſcheinen und ſich mit