Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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neben ihren Flußurnen liegend, wie ſie ihre Gewäſſer vereinigen und in einander gießen, und erzählten ſich von drei Schäferinnen, die an Schönheit, Liebenswür⸗ digkeit und Geiſt nicht nur alle andern Erdenkinder verdunkelten, ſondern ſogar den Neid der Götter im Olymp erregt hätten. Minerva kam, ſich zu beklagen, daß eine Sterbliche ihr den Ruhm der Weisheit ſtreitig mache, Juno eiferte, ſich den Vorrang der Schönheit entriſſen zu ſehen; ſie verabredeten ſich zum Verderben der Nebenbuhlerinnen. Da erſchien Fama mit mächtigen Flügeln und der weltverkündenden Trom⸗ pete und brachte die Nachricht, daß ihre Mühe verge⸗ bens ſei, die ganze Welt ſei bereits von dem Ruhm der drei Schäferinnen erfüllt und liege huldigend zu deren Füßen. Dieſe Nachricht war natürlich nur ge⸗ eignet, den Groll der Göttinnen noch zu ſteigern, als Venus, von Amor und Hymen geleitet, erſchien und den Zürnenden verkündete, daß die Schäferinnen die Hoheit der Liebe anerkannt und ſich ihrem Scepter unterworfen hätten. Das verſöhnte die Himmliſchen; der Neid wich der Bewunderung; Minerva und Juno ergingen ſich nun ſelbſt im begeiſterten Preiſe der Schä⸗ ferinnen; Juno nahm ſie unter ihren beſondern Schutz, während Minerva deren Bräutigame zu ihren Lieb⸗ lingen wählte, Venus aber die ganze Götterwelt auf⸗