Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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Thränen ausbrechend,ich habe ihm längſt ver⸗ ziehen.

Sieh, wie weichherzig! höhnte Wolf.Ich bin dafür durch viele Feuer gehärtet, ich ſchmelze nicht mehr ſo leicht. Er wandte ſich und wollte der Thür zu; Kordel hielt ihn und klammerte ſich an ihn.

Nein, nein, rief ſie,ich laſſe Euch nicht! Bei Allem, was heilig iſt, beſchwör' ich Euch

Wolf lachte grell auf.Närrin, rief er,Deine Worte gleiten an mir ab wie Waſſertropfen an Ge⸗ ſtein. Ich habe nichts mehr, was mir heilig iſt.

Es iſt nicht möglich, jammerte Kordel.So ganz könnt Ihr nicht verloren ſein. Beim Andenken meiner Mutter, die Ihr einſt geliebt

Schweig', unterbrach er ſie wild,auch die Er⸗ innerung wirkt nicht mehr, ich habe ſie auch wegge⸗ worfen! Sie war's, die mich in die Welt hinausge⸗ trieben, ſie iſt ſchuld an Allem, was kam. Du be⸗ mühſt Dich vergebens, alſo laß mich! Es iſt auch vergeblich ſo wie ſo! Das Rad iſt ſchon im Rollen, ich kann es nicht mehr aufhalten, ſelbſt wenn ich wollte; die Mine iſt gelegt, der Schwefelfaden glimmt bereits und vielleicht in dieſem Augenblick

Nein, es kann, es darf nicht zu ſpät ſein, rief