Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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Pilgram erwiderte nichts, aber er folgte der Ein⸗ ladung und trat ins Haus, unangenehm berührt von der übertriebenen Freundlichkeit wie von dem ganzen Weſen des Mannes, in deſſen von Blatternarben zer⸗ riſſenem Geſichte ein paar ſcharfe graue Augen das einzig Lebende und Bewegliche waren. Den Hausflur durchſchreitend warf er einen Blick in die von dem Hausmeiſter dienſtfertig geöffneten Gemächer, welche, einfach in Schmuck und Einrichtung, einen ſtarken Ge⸗ genſatz zur prächtigen Stadtbehauſung bildeten, die er erſt am Morgen durchwandelt hatte. Im oberen Stockwerk befand ſich ein kleiner Saal, etwas höher als die übrigen Räume und mit anſehnlichen Fenſtern,

vor welchen an der Rückſeite des Hauſes eine Gruppe

ſchöner Linden aus einem friſchen Raſenplatz ſich er⸗ hob, ſodaß die Ausſicht ins Iſarthal hinauf kunſt⸗ reich von ſchönen natürlichen Laubrahmen umgeben ſchien. In der Mitte ſtand ein Tiſchchen, zierlich ge⸗ deckt, mit Gläſern und Tellern beſetzt und zum Genuß des kleinen ausgeſuchten Mahles bereit, das nebenan auf einem Kredenztiſch in ausgewählten Flaſchen und verdeckten feinen Schüſſeln den Gaſt erwartetc. Euer Gnaden ſehen, es iſt Alles aufs beſte her⸗ gerichtet, ſagte der Hausmeiſter ſchmeichelnd.Euer Gnaden müſſen ſchon ſehr viel bei dem hochwürdigen