Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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Sohn ſeinen vollen Unwillen fühlen zu laſſen. Er ſah ihn nicht mehr, aber auf dem Krankenlager erfuhr er, daß das Gericht im Begriff war, gegen den einzigen Sohn des Hauſes Pilgram wegen Apoſtaſie peinlich ein⸗ zuſchreiten, und daß er der Verhaftung nur durch nächt⸗ liche Flucht entgangen war. Nach wenig Wochen trug man ihn zu Grabe. In ſeinem letzten Willen hatte er den Sohn enterbt und ſein ganzes Vermögen den Je⸗ ſuiten zugewendet, aber nur zur Nutznießung; Eigen⸗ thümer ſollten ſie erſt nach fünfzig Jahren werden, wenn bis dahin keine Nachkommen ſeines Sohnes ſich gemeldet und als rechtgläubige Katholiken ſich ausge⸗ wieſen haben würden. Es war, als ob im Augen⸗ blicke des Todes doch noch ein Pulsſchlag der alten Liebe das ſtrenge, unbeugſame Herz durchzuckt härte.

Und der Sohn?

Man hat nie wieder von ihm gehört. Die Je⸗ ſuiten, denen begreiflicher Weiſe viel daran liegt, von ſeinem Leben und Aufenthalt Kunde zu haben, boten Alles auf, ihn zu ermitteln; es iſt ihnen nicht gelun⸗ gen ſie werden ſich aber nur noch kurze Zeit zu gedulden haben! Die vorgeſteckte Friſt muß bald abgelaufen ſein, dann fällt dieſes herrliche Beſitzthum, in dem ich zur Miethe wohne, völlig dem Orden anheim.

Man hat nie wieder von ihm gehört! wieder⸗