Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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Vermögen erwarb, dieſes Haus umgeſtaltete und darin wie ein kleiner Fürſt in ſeinem Reiche lebte, geachtet von der Welt, geehrt von allen, die ihn kann⸗ ten, geliebt von den Seinigen nicht hart, aber feſt von Gemüth, ein Mann des früheren Schlages, ganz von altem Schrot und Korn. Ich erinnere mich ſeiner noch wohl aus meiner Knabenzeit, wie bewundernd ich zu dem anſehnlichen Manne mit der hohen Ge⸗ ſtalt und dem ernſten Angeſicht emporſah, wenn er an mir vorüberging. Aber man ſoll Niemand glücklich preiſen vor dem Abend ſeines Lebens. Der Spruch hat ſich auch bei dem alten Pilgram bewährt.

So hat er noch Unglück erlebt? ſagte der Fremde mit bewegter Stimme.

Das größte in den letzten Tagen ſeines Le⸗ bens das Werk ſeines ganzen Lebens zuſammenbrechen zu ſehen! Er hatte einen einzigen Sohn, einen hoff⸗ nungsvollen jungen Mann, der in die Fußtapfen ſei⸗ nes Vaters zu treten und ihn an Energie und Geiſt wohl auch noch zu übertreffen verſprach. Um ſich im kaufmänniſchen Geſchäfte noch mehr quszubilden, wurde er in die Fremde geſchickt, und als er wiederkam, war er auch wohl ausgebildet zum vollendeten Kaufmann, aber er war ein Fremdling in der Heimat geworden, die ihn nicht mehr verſtand und in der er ſich nicht