Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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nur deswegen, damit Sie ſehen, daß in München doch nicht alle eine Binde um die Augen und ein Bret vor der Stirn haben; es iſt aber ſchwer, einem Volke zu helfen, das ſeine Hülfsbedürftigkeit gar nicht kennt und ſich in ſeinem Zuſtande ſogar ganz behaglich be⸗ findet. Doch es muß anders werden und wird auch anders werden, aber Zeit wird es koſten, noch viel Zeit! Ich werde es nicht erleben, das weiß ich, aber wenn ich meinen Kopf einmal auf die Hobelſpäne lege, möchte ich mir wenigſtens ſagen können, daß ich das Meinige redlich gethan habe. Von unten muß man anfangen, ſag' ich immer; die Schulen müſſen beſſer werden, damit das Volk mithilft und ſelber nach der Hand greift, die man ihm bietet. Jetzt kann es nicht anders ſein in einer Stadt, die etwa ſechsunddreißig⸗ tauſend Einwohner hat, von denen nur der dreizehnte Mann ein wirklicher, arbeitſamer Bürger, aber jeder vierzigſte ein Pfaffe und jeder dreißigſte ein Bettler iſt. Aber jetzt erlauben Sie, daß ich mich beurlaube und nach links wende! fuhr er abbrechend fort, als ſie am Ende der Iſarbrücke angekommen waren.Wenn Sie in die Au wollen, führt Ihr Weg Sie hier rechts hinunter, dort an jenem anſehnlichen Gebäude vorüber es iſt ein Fabrikhaus, das Kurfürſt Max Emanuel baute, weil er in den Niederlanden die Induſtrie ken⸗

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