Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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den Münchener Bäckern für ihre Tapferkeit in der Ampfinger Schlacht geſchenkt, das Iſarthor mit ſei⸗ nen mächtigen Wällen, Gräben und Ringmauern und die zierlichen Nutz⸗ und Luſtgärten, die von den rei⸗ cheren und vornehmeren Bürgern der Stadt in dem freien Raume bis an die Iſar angelegt waren. Dann ging es durch den viereckigen, hellroth angeſtrichenen Thurm, am Anfang der Brücke, deſſen Erſtürmung den oberländer Bauern in der Mordweihnacht von 1705 ſo viel wackeres und vergebliches Blut gekoſtet.

Ein anſehnlicher Haufen großer Feldſteine, welcher ſeitwärts lag und einigen blaß ausfehenden, zerlump⸗ ten Kindern als Spielplatz diente, erregte die Auf⸗ merkſamkeit des Fremden, weil die Steine beinahe den Weg einengten.

Das iſt auch eine Münchener Merkwürdigkeit, lachte der Doctor auf deſſen Frage.Das Pflaſter der Stadt iſt ſchlecht und koſtet doch ein Heidengeld. Es gibt in der Nähe keine brauchbaren Steine, des⸗ halb haben Bürgermeiſter und Rath befohlen, daß jeder Flößer und Schiffer, der mit einem Floſſe die Iſar herabfährt und anländet, drei Pflaſterſteine mit⸗ bringen und hier auf den Haufen werfen muß; wenn einmal genug beiſammen ſind, dann erhält München ein neues Pflaſter. Lächeln Sie nicht, mein Herr!