Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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nicht Jungfer Concordia, das Töchterlein des Ober⸗ falkners in der Au? Wie kommt Sie in den Nymphen⸗ burger Schloßgarten und noch dazu in dieſer Stunde? Rede Sie, Jungfer, wie ſoll ich mir das erklären?

Das Mädchen ſtand unbeweglich und hielt noch immer die Hand ans Herz gepreßt, die Augen aber hafteten feſt auf dem Angeſicht des Mannes und auf der nicht eben überladenen, aber immerhin koſtbaren Hoftracht, die er trug; es war, als bemühe ſie ſich, beide in Einklang zu bringen.Iſt Er's denn wirklich? ſagte ſie nach einer Weile mit unſicherem Tone.Sein

Geſicht iſt's freilich; aber wie Er ausſieht! Das iſt

doch kein Anzug für einen Falkner!

Allerdings nicht, entgegnete der Cavalier nicht ohne Befangenheit und etwas zögernd.Aber die Jungfer weiß wohl, der Kurfürſt iſt mein Herr; als ſein Diener muß ich thun, was er befiehlt. Es wird wohl eine Mummerei geben zur Kirchweih, die heute

hier in der Kapelle gefeiert wird, deshalb

Ich weiß nicht, unterbrach ihn Concordia, in⸗

dem ſie ihn treuherzig anſah und traurig das Köpf⸗

chen ſchüttelte,wenn man Ihm ins Geſiccht ſieht, meint man, Er müſſe ehrlich ſein, und es könne kein unwahres Wörtlein über Seine Lippen kommen, und dann iſt doch wieder etwas an Ihm und in dem frem⸗